Institut für Supervision, Coaching & OE · Hamburg

Weiterbildung, die unter die Oberfläche geht.

Wir sind ein Hamburger Institut mit zwei psycho­dynamisch-systemischen Weiterbildungen — in Supervision & Coaching (DGSv) und in Organisations­beratung — und einem Netzwerk aus Kolleg:innen, die beraten, lehren und mit­einander forschen. Dass aus diesen Stimmen ein gemeinsamer Klang wird, ist nicht Zufall. Es ist unser Handwerk.

Herzstück des Instituts

Zwei Weiterbildungen,
eine Haltung.

Im Zentrum unserer Arbeit stehen zwei mehrjährige, berufsbegleitende Weiterbildungen. Sie verbinden solide Theorie mit intensiver Selbsterfahrung — und bilden den Kern, aus dem sich Beratung, Forschung und Netzwerk speisen.

DGSv-zertifiziert Start Oktober 2026

Supervisions- und
Coaching­weiterbildung

Zweijährige psychodynamisch-systemische Weiterbildung für erfahrene Fach- und Führungskräfte. Mit Einzel-, Gruppen- und Lehrsupervision, Balintgruppen und experience-Konferenz.

  • Angeboten seit 2012 · Kernprozess über ca. zwei Jahre
  • Vorseminar 28.–30. August 2026 (Wiederholungstermin)
  • Zertifikat „Supervisor:in / Coach (DGSv)"
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Leiten und Beraten Start März 2027

Organisations­beratungs­weiterbildung

Für erfahrene Berater:innen, die Organisationen als ganze Systeme verstehen und begleiten lernen wollen. Psychodynamik trifft Luhmann trifft Praxis.

  • Angeboten seit 2021 · nächster Start 11.–13. März 2027
  • Modular, berufsbegleitend
  • Mit begleitender Coachinggruppe
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Unser Ansatz

Warum psychodynamisch?
Vom Dort-und-Damals
im Hier-und-Jetzt.

In jedem Team, jeder Führungssituation, jedem Beratungs­kontakt taucht etwas auf, das nicht allein aus der Gegenwart stammt: alte Muster, frühere Loyalitäten, unbewusste Erwartungen. Wir nennen das — nach klassischer psychoanalytischer Tradition — das Dort und Damals, das im Hier und Jetzt wiederkehrt.

Gerade in Organisationen wirken solche Dynamiken oft unsichtbar: als wiederkehrende Konflikte, als Abwehr gegen Veränderung, als ein Führungsstil, der nicht zur Rolle passt. Wer nur die Oberfläche behandelt, löst sie nicht — er verlagert sie.

Psychodynamisch zu arbeiten heißt, diese verborgenen Ströme ernst zu nehmen, ohne vor ihnen zu kapitulieren. Systemisch zu arbeiten heißt, sie im Kontext zu sehen: als Antworten auf Strukturen, Aufgaben und Umwelten. Für uns trägt diese Kombination weiter, als wir anfangs dachten — und wir haben sie über Jahre geschult, erprobt und im Dialog mit anderen Schulen weiterentwickelt.

Vier Grund­entscheidungen

Das, wofür wir uns immer wieder entscheiden — nicht weil andere es falsch machten, sondern weil es unsere Art ist zu arbeiten.

1
Tiefe vor Tempo.
Wir fragen lieber einmal mehr nach dem, was den Prozess unter­schwellig steuert, bevor wir auf Lösungen zusteuern.
2
Beziehung als Erkenntnis­organ.
Übertragung, Gegen­übertragung, Parallel­prozess — wir arbeiten mit dem, was zwischen uns und den Klient:innen tatsächlich geschieht.
3
Person, Gruppe, Organisation zusammen denken.
Bion, Foulkes, Menzies Lyth, Luhmann. Diese Linien bilden unseren theoretischen Boden — und bleiben für uns miteinander im Gespräch.
4
Lieber Netzwerk als Hierarchie.
Unsere Weiter­bildungen sind in einen lebendigen Kolleg:innen­kreis eingebunden. Lehrende sind zugleich Lernende — und Teilnehmende werden Teil des Netzes.
Unser Logo — unsere Haltung

Drei Kugeln.
Triangulierungs­kompetenz.

Das Logo zeigt drei überlappende Kugeln in Bewegung — kein Zufall und kein Ornament. Es ist das Bild unserer zentralen Beratungs­kompetenz: die Fähigkeit zur Triangulierung.

Beratung gelingt dort, wo wir aus dyadischer Verstrickung heraustreten und ein Drittes in den Blick nehmen können. Psychodynamisch bedeutet das: Wir bleiben nicht in der Übertragungsszene gefangen, sondern halten einen Beobachter­raum offen, in dem Zusammenhänge sichtbar werden.

Drei Perspektiven, die wir gleichzeitig im Blick halten — und zwischen denen wir übersetzen:

Person

Innere Welt

Biographie, Motive, unbewusste Muster. Was bringt jemand an Geschichte in die Szene mit — und was wird darin wiederbelebt?

Rolle

Funktion im System

Auftrag, Befugnisse, Verantwortung. Welche Rolle ist zu gestalten — und wo kollidiert Rollen­sicherheit mit persönlicher Involvierung?

Organisation

System & Kontext

Struktur, Kultur, Primär­aufgabe, unbewusste Organisations­dynamiken. Was wird an der Rolle stellvertretend für das Ganze bearbeitet?

Erst das Zusammenspiel dieser drei Perspektiven macht Beratung wirksam. Keine Ebene lässt sich isoliert bearbeiten — und keine darf die anderen überlagern.

Der Name ist das Programm

Was heißt eigentlich
Kooperation +?

Wir werden das öfter gefragt. Die ehrliche Antwort: das Plus meint mehreres gleichzeitig — und wir meinen jede einzelne Lesart.

+1

Das Plus ist das Dritte.

Psycho­dynamik und Systemik werden oft als Alternativen verhandelt. Wir suchen den Punkt, an dem sie beginnen, sich gegenseitig zu korrigieren — und nennen das, was daraus entsteht, unser Plus. Die Bewegung vom Zweien zum Dritten ist auch das Bild unserer drei Kugeln: Triangulierung beginnt schon im Institut.

+2

Das Plus ist Kooperation statt Ich-GmbH.

Wir sind kein Einzel­berater:innen-Büro mit angeschlossenen Namen. Wir sind ein Netzwerk aus Kolleg:innen und Partner­organisationen — und das ist unser Arbeits­prinzip, nicht unser Marketing. Kaum ein größeres Projekt geht bei uns durch nur eine Hand.

+3

Das Plus ist Übersetzung.

Sebastian bringt aus langjähriger Erfahrung bei explainity eine Fähigkeit mit, die sich nicht oft neben psycho­dynamischer Tiefe findet: Komplexes so sichtbar zu machen, dass sehr unterschiedliche Stakeholder am selben Bild arbeiten. Für uns ist das die Übersetzung, die Tiefe erst wirksam macht.

+4

Das Plus ist Offenheit nach außen.

In unserem Feld gibt es geschätzte Kolleg:innen — in Wien bei Neuwaldegg, in der inscape-experience-Tradition, bei Basta, DGSv, an Hamburger und Berliner Instituten. Wir arbeiten und lernen mit ihnen, statt uns gegen sie zu positionieren. Das Pluszeichen ist bei uns auch eine offene Seite: Wir kennen unser Handwerk, und wir wissen, dass wir es nicht allein tragen.

Vier Lesarten, ein Name. Wer uns beauftragt, bekommt alle vier — und wer bei uns lernt, erlebt sie als Haltung.

Beraten in Komplexität

Arbeiten mit dem,
was unsicher bleibt.

Viele Organisationen, mit denen wir arbeiten, erleben zur Zeit eine Gleichzeitigkeit, die schwer auszuhalten ist: Transformation bei laufendem Betrieb, widersprüchliche Aufträge, polarisierte Debatten, kulturelle Reibungen, stille Überforderung in Teams und Gremien. Komplexität und Ungewissheit sind dabei keine Störung, die sich wegberaten lässt — sie sind die Bedingung, unter der heute gearbeitet wird.

Wir haben nicht die Antwort auf diese Lage — niemand hat die. Was wir anbieten, ist ein Zugang, in dem drei Stimmen bei uns bewusst zusammenspielen: psychodynamische Diagnostik, systemisches Denken und eine Praxis, Komplexität verständlich zu machen, ohne sie zu vereinfachen. Dieser Dreiklang ist unsere Art, in unsicheren und polarisierten Zeiten anschluss­fähig zu bleiben.

Arbeiten an Komplexität bei Kooperation plus
Wie wir arbeiten

Dem Prozess folgen,
statt ihn zu überholen.

Veränderung folgt selten einer geraden Linie. Wir arbeiten in Schleifen — ausprobieren, spüren, was sich bewegt, das Nächste daran anschließen. Diesem natürlichen Fluss eines Prozesses zu folgen, statt ihn zu überholen, bringt oft tragfähigere Schritte hervor als jeder vorab fertige Plan.

Dabei suchen wir die Frage unter der Frage. Was zuerst auf den Tisch kommt, ist selten schon das Eigentliche. Wir nehmen uns Zeit für das noch Unklare, das sich erst zeigen will — dort liegt häufig der eigentliche Schlüssel.

Und wir halten mehrere Ebenen zugleich im Blick: das System mit seinen Strukturen und Aufträgen, die Gruppe mit ihren Dynamiken und die einzelne Person mit ihrer inneren Welt. Erst im Zusammenspiel dieser Ebenen wird sichtbar, was eine Situation wirklich bewegt.

Container für das Unbearbeitete

Viele Organisationen tragen diffuse Spannungen mit sich, für die es im Alltag keinen Ort gibt — Kränkungen nach Reorganisationen, ungelöste Loyalitäts­konflikte, Angst vor Relevanz­verlust. Wir schaffen Containment im Sinne Bions: einen haltenden Raum, in dem solche Themen denkbar und bearbeitbar werden.

Komplexität verständlich machen

Institutsleiter Sebastian Gabel bringt aus langjähriger Erfahrung bei explainity eine eigene Praxis mit in die Beratung: Komplexes so zu übersetzen, dass unterschiedliche Stakeholder an derselben Wirklichkeit arbeiten können. Wir kombinieren diese Übersetzungs­arbeit mit psychodynamischer Tiefe — weil das eine ohne das andere für uns schnell dünn wird.

Netzwerk als Arbeitsform

Komplexe Fragen werden besser gehalten, wenn mehrere Köpfe sie teilen. Unsere Arbeits­form ist deshalb das Netzwerk selbst — ein Kreis verbundener Kooperations­partner:innen und Partner­organisationen. Für jeden Auftrag stellen wir zusammen, was gebraucht wird — statt zu versprechen, dass eine Einzelperson alles abdeckt.

Wo Organisationen uns rufen

Sechs typische Anlässe aus unserer Praxis. Keine Leistungs­liste, sondern unsere Antwort darauf, wann die Kombination aus Tiefe, System­blick und Übersetzung tatsächlich hilft.

Führung in Transformation

Wenn Rollen unscharf werden und Autorität neu verhandelt wird — Coaching, Supervisions­gruppen, Führungs­retreats.

Konflikte zwischen Abteilungen

Wenn Konflikte an Schnittstellen stellvertretend für Struktur­probleme ausgetragen werden — Mediation und OE-Diagnostik.

Kultur- und Identitäts­fragen

Nach Merger, Wachstum, Generations­wechsel — wer sind wir als Organisation jetzt? Prozess­beratung mit narrativem Zugang.

Teams in hoher Belastung

Gesundheitswesen, Jugend­hilfe, Pflege, Bildung — Team­supervision als Angebot, schwierige Emotionen nicht individuell wegzutragen.

Strategie­klärung

Wenn eine Strategie „richtig" klingt, aber nicht greift — Arbeit an unbewussten Hemmungen und verdeckten Zielkonflikten.

Gremien und Vorstände

Entscheidungs­dynamiken in Führungs­kreisen — Reflexion von Gruppen­regressionen, Rollen­klärung, Arbeits­fähigkeit.

Institut & Geschichte

Zwei Frauen haben
es gegründet. Heute wird
weitergeschrieben.

Kooperation plus wurde Anfang der 2000er-Jahre von Dette Alfert und Petra Beyer in Hamburg gegründet — zwei Pionierinnen der psychodynamisch-systemischen Supervision und Organisationsberatung in Deutschland. Über zwei Jahrzehnte prägten sie Generationen von Supervisor:innen und Berater:innen.

Seit 2026 wird das Institut von Sebastian Gabel geleitet, in enger fachlicher Verbindung mit den Gründerinnen. Was bleibt: die Haltung, die Qualität, das Netzwerk. Was wächst: eine Öffnung für neue Fragen — von digitaler Transformation bis zur Rolle von Beratung in einer krisenhaften Gegenwart.

Mehr über das Institut
2003

Gründung

Dette Alfert und Petra Beyer gründen Kooperation plus in Hamburg.

seit 2003

Aufbau des Netzwerks

Kooperations-Partner:innen und Partnerorganisationen formen ein dichtes fachliches Geflecht.

2026

Übernahme durch Sebastian Gabel

Kooperation plus wird als Marke von der explainity GmbH übernommen und als Institut unter der Leitung von Sebastian Gabel weitergeführt.

Unser Geflecht

Das Netzwerk, interaktiv.

Im Zentrum das Institut — drumherum Kernteam, Kooperations­partner:innen und eng verbundene Partnerorganisationen. Klicken Sie Knoten an, um mehr zu erfahren.

Kooperation plus
Institut
Kooperations-Partner:innen
Partnerorganisationen
Beratungsformate

Wenn Sie selbst beraten lassen wollen

Supervision

Einzel-, Team- und Lehrsupervision für Fach- und Führungskräfte.

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Coaching

Rollen­sicher führen — individuell oder in Leitungsgruppen.

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Organisations­entwicklung

Veränderung nachhaltig begleiten — Leitbild, Struktur, Kultur.

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Mediation

Konflikte klären — strukturiert, vertraulich, tragfähig.

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Nächster Schritt

Reden wir.

Informations­abend zur Weiterbildung, Beratungs­gespräch oder einfach Neugier — wir melden uns zurück.

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