Das Herzstück des Instituts

Lernen, das in Beziehung geht.

Unsere zwei Weiterbildungen stehen im Zentrum dessen, was Kooperation plus ausmacht. Sie verbinden solide Theorie mit intensiver Selbst­erfahrung — psychodynamisch, systemisch, gruppenanalytisch. Für Menschen, die Beratung als Handwerk und Haltung ernst nehmen. Geleitet werden sie von Sebastian Gabel gemeinsam mit den Gründerinnen Dette Alfert und Petra Beyer.

Supervision & Coaching (DGSv) Organisations­beratung experience-Konferenz
Es sind noch wenige Plätze in der Weiterbildung frei! Der nächste Durchgang „Supervision und Coaching“ beginnt in der Woche vom 05.–09. Oktober 2026. Vorseminar (Wiederholungstermin): 28.–30. August 2026.
Weiterbildung I

Psychodynamisch-systemische
Supervisions- und Coaching­weiterbildung

Seit 2012 bilden wir Supervisor:innen und Coaches aus — zertifiziert durch die Deutsche Gesellschaft für Supervision und Coaching (DGSv). Start des nächsten Jahrgangs: Woche 05.–09. Oktober 2026. Vorseminar (Wiederholungstermin): 28.–30. August 2026.

Format

Berufsbegleitend über ca. zwei Jahre. Das Curriculum kombiniert verschiedene Lernformen und setzt auf kontinuierliche Selbstreflexion und Gruppenarbeit.

  • Kernprozess über gut zwei Jahre
  • Themen- und Methodenmodule mit wechselnden Settings
  • Einzel-Supervision und -Coaching
  • Gruppen­supervision und Teamsupervision
  • Verpflichtende Lehrsupervision und Balintgruppe
  • Regionale Studien-/Intervisionsgruppen (selbst­organisiert)

Inhalte

Das Programm betont den selbstreflexiven Charakter supervisorischer Prozesse und betrachtet die Dimensionen Person, Rolle, Gruppe und Organisation.

  • Organisations- und Institutionstheorie
  • Psychodynamische, systemische und gruppendynamische Grundlagen
  • Gender- und Diversity-Orientierung
  • Forschungsbasierte Praxisintegration
  • Eigene Beratungsfälle als Lernmaterial
Ausführlich: Unser Supervisionsverständnis & das Profil der Weiterbildung

Supervision und Coaching ist eine arbeitsweltbezogene Beratung als Begleitung von Personen und Teams in Organisationen. Personenbezogene Probleme werden so weit reflektiert, wie sie für das gute, professionelle Rollenhandeln wichtig sind. Diese beratende Profession — und damit auch die Berater*innen — müssen sich zukünftig auf dem Markt bewähren, in den Spannungsfeldern von Bindung und Glaubwürdigkeit sowie Effizienz und Ökonomie.

Unser Supervisionsverständnis

  • Supervisorische Beratungsprozesse haben immer einen selbstreflexiven Charakter. Sie bieten rollenbezogene Orientierungshilfe.
  • Supervision ist prozessorientiert und hat immer die Person, die Rolle, die Gruppe und die Organisation im Blick. Sie konzentriert sich auf einen Aspekt, ohne die Zusammenhänge aus dem Auge zu verlieren.
  • Supervision stellt den Bezug zu sozial- und arbeitsmarktpolitischen Kontexten her, macht Komplexität erlebbar und hilft, Prioritäten zu setzen.
  • Supervision bezieht die innere und äußere Realität ein und entwickelt aus dem Verstehen neue Handlungsspielräume.
  • Supervision und Coaching unterstützen bei der zielorientierten Umsetzung.
  • Coaching und Supervision unterscheiden sich: Supervision ist eher vertiefend, reflektierend und prozessbegleitend, Coaching eher handlungs- und zielorientiert.

Beide Grundhaltungen werden in der Weiterbildung gleichermaßen gelernt und eingeübt und können nach Bedarf der Kund*innen und Klient*innen eingesetzt werden. Die Fokussierung ändert sich, die Grundhaltung ist in beiden Formaten eine reflektierend verstehende Haltung, die verändertes Handeln ermöglicht, aber nicht trainiert. Der Organisationsbezug ist dabei selbstverständlich; organisationssoziologische Aspekte und Institutionstheorien sind ein wichtiger Bestandteil. Die Weiterbildung konzentriert sich auf die beraterische Identität als Coach/Supervisor*in — Organisationsberatung verstehen wir als weitergehende, zusätzliche Spezialisierung.

Unser Anspruch ist es, Forschung und wissenschaftliches Denken mit der supervisorischen Praxis und Erfahrung zu verknüpfen. Wir schaffen einen Rahmen, in dem Persönlichkeitsentwicklung, Prozessorientierung und Reflexion mit kognitiver Wissensvermittlung und theoretischer Einordnung verbunden werden.

Das Besondere des Profils

  • Die Weiterbildung selbst wird als „Organisation auf Zeit“ verstanden — so wird organisationales und rollenbezogenes Lernen erfahrbar und reflektierbar.
  • Die Gruppe wird als Lernfeld genutzt: ein Lernraum für erfahrungsbezogenes Erleben und Reflektieren von Gruppenprozessen.
  • Alle Teilnehmer*innen sind berufserfahrene Persönlichkeiten. Vor-Erfahrungen und Kompetenzen werden anerkannt — wir arbeiten mit Kompetenzprofilen und individuellen Lernkontrakten.
  • Wir verbinden praxisrelevante Theorien und wissenschaftliches Arbeiten mit Methodenlernen, anfragebezogenen Settings und rollenbezogener Selbsterfahrung. Gender- und Diversity-Orientierung ist ein Querschnittsprozess der gesamten Weiterbildung.
  • Wir stellen den systematischen Arbeitsfeldbezug über die Dauer der Weiterbildung her — mit besonderem Interesse an sich verändernden Identitäten in einer entgrenzten Arbeitswelt.
  • Wir arbeiten mit den äußeren und inneren Realitäten von Organisationen und Individuen. Die Verbindung psychodynamischer, systemischer, sozialpsychologischer und organisationssoziologischer Sichtweisen sichert das beraterische Konzept und Handeln.

Wie wir das Lernen gestalten

  • Vermittlung grundlegender Theorie
  • Erfahrungen im Lernraum „Gruppe“, durch die „Ausbildung als Organisation“ und durch Probehandeln
  • Einbeziehung der individuellen beruflichen Erfahrungen, Kompetenzen und Praxis
  • Lernen in eigenen Lernsupervisionen (Einzel-, Leitungs- und Gruppen-/Teamsupervision)
  • Selbststeuerung und Gestaltung von Lernen in einer regionalen Studiengruppe
  • Verpflichtende Lehrsupervision und Balintgruppe

Eine gut zweijährige berufsbegleitende Weiterbildung bildet den Rahmen für die Entwicklung eines Supervisions-/Coachingkonzepts und der notwendigen Kompetenzen. Dieser verbindliche Kernprozess wird durch Module unterschiedlicher Dauer und Settings ergänzt. Das Seminar „Supervisor*in und Coach werden — Was kann ich? Was will ich? Wo will ich hin?“ ist Voraussetzung für die Weiterbildung. Je nach anerkannter Vorerfahrung werden in einem individuellen Lernkontrakt passgenaue Module festgelegt.

Zielgruppe

Erfahrene Fach- und Führungskräfte aus Profit- und Non-Profit-Organisationen, die Expertise in Supervision und Coaching entwickeln möchten.

Abschluss

Zertifikat „Supervisor:in / Coach (DGSv)" nach erfolgreichem Abschluss aller Module und der Zertifizierungs­arbeit.

Anmeldung & Info → Zum Vorseminar (Aug 2026) Flyer (PDF)
Weiterbildung II

Organisations­entwicklung
Beraten und Leiten in Organisationen

Eine psychodynamisch-systemisch orientierte Weiterbildung für Beratende, für Supervisor:innen und Führungskräfte. Der nächste Durchgang findet statt vom 11.–13. März 2027.

Worum es geht

Das Leben in unserer Gesellschaft findet wesentlich in Organisationen statt. Wer darin eine Rolle übernimmt, bindet sich auch emotional ein und wird Teil ihrer Geschichte und Kultur. Organisationen sind hochkomplexe, lebendige Systeme mit einer Eigendynamik, die im Widerspruch zum Gesamtsystem stehen kann — daraus entstehen Konflikte, deren Antriebe den Akteur*innen oft nicht bewusst sind.

  • Organisation als soziales System (Luhmann)
  • Unbewusste Dynamiken in Organisationen
  • Diagnose, Intervention, Prozesssteuerung
  • Rolle und Identität der Berater:in

Format & Aufbau

Berufsbegleitend, modular aufgebaut, mit begleitender Coaching­gruppe. Die Teilnehmenden führen in kleinen Teams eigene OE-Projekte durch, die in der Weiterbildung gemeinsam akquiriert und eingerichtet werden.

  • Theoriekurse: Systemtheorie und Psychoanalyse
  • Werkstätten: Designs, Methoden und Verfahren der OE
  • Tavistock-Konferenz (experience) im Mai 2027
  • Resonanzgruppen & regionale Lese-/Arbeitsgruppen
Ausführlich: Herausforderung, Zielgruppe & konzeptionelle Elemente

Was ist die Herausforderung für Leitende und Beratende?

Heute sind Organisationen einem beschleunigten Veränderungsdruck ausgesetzt — und Mitarbeitende wehren sich dagegen. Über diesen Widerstand muss reflektiert und gesprochen werden, denn dahinter stehen unterschiedliche Motive und Interessen. Kann darüber nicht reflektiert werden, ist die Wandlungsfähigkeit und damit das Leben der Organisation gefährdet. Die Aufgabe von Leitenden und Beratenden besteht darin, zu verstehen, was geschieht, und entsprechende Prozesse zu gestalten — Entscheidungen zu treffen und Strategien zu entwickeln, ohne die Komplexität im Einzelnen überschauen zu können.

Dabei müssen Spannungsfelder ausbalanciert werden, die den Umgang mit Widersprüchen und Paradoxien verlangen: Veränderung und Bewahrung, Stabilität und Beweglichkeit, Struktur und Prozess, Eigenarten und Gesamtinteresse, Effizienz und Menschlichkeit. Leitende und Beratende tragen in unterschiedlichen Rollen zur Entwicklung von Organisationen und Menschen bei; eine gute Kooperation zwischen ihnen ist Voraussetzung für gelingende Organisationsentwicklung. In der psychodynamischen Organisationsberatung werden soziologische Systemtheorie und psychoanalytische Perspektiven auf das Unbewusste in Organisationen miteinander verwoben.

Für wen ist diese Weiterbildung?

Eine Zusatzqualifikation für Supervisor*innen und Coaches, für Organisationsberatende und für Führungskräfte aus dem privatwirtschaftlichen Bereich (kleine und mittelständische Unternehmen, Selbständige) und dem Non-Profit-Bereich (Bildung und Erziehung, soziale Einrichtungen, diakonische und kirchliche Arbeitsfelder). Menschen aus unterschiedlichen Organisationen kommen zusammen und lernen von ihrer Unterschiedlichkeit.

Konzeptionelle Elemente

  • Theoriekurse: organisationsrelevante Elemente aus Systemtheorie und Psychoanalyse
  • Werkstätten: Designs, Methoden und Verfahren der angewandten Organisationsentwicklung
  • Settings zur Reflexion der gesamten Weiterbildung als eigene Organisation — auf Zeit
  • Tavistock-Konferenz: 5 Tage Lernen aus Erfahrung in einem konzentrierten Laboratorium — die Wirkungsweisen unbewusster Annahmen in einer Großgruppe am eigenen Leibe erleben
  • Begleitende Praxiserfahrung: eigene OE-Projekte in kleinen Teams
  • Resonanzgruppen: Begleitung und Reflexion der OE-Projekte, Transfer zwischen Praxis und Theorie
  • Regionale Lese- und Arbeitsgruppen
Zielgruppe

Erfahrene Berater:innen, Führungskräfte in Veränderungs­prozessen, Personal- und Organisations­entwickler:innen mit Praxiserfahrung.

Termine 2026/27

Start: 11.–13. März 2027
experience-Konferenz: 24.–28. Mai 2027

Information & Anmeldung → Flyer (PDF)
Tavistock-Tradition · inscape-experience

Die „experience" — lernen durch Erleben.

Die experience-Konferenz in der Tavistock-Tradition ist integraler Bestandteil beider Weiterbildungen. Sie ist ein „Organisationslaboratorium“ auf Zeit: Teilnehmende erleben und reflektieren unbewusste Dynamiken in Gruppen und Organisationen unmittelbar und entwickeln Strategien, diese durch Führung und Beratung schöpferisch zu gestalten.

Nächste experience in der Tavistock-Tradition: 24.–28. Mai 2027.

Zur experience-Konferenz →